Venedig zu Fuß

 


Das Befahren der Hauptinsel von Venedig mit Fahrzeugen wie Autos ist wegen der engen Gassen und vielen Treppen unmöglich und natürlich auch verboten. Selbst Fahrräder sieht man auf der Hauptinsel von Venedig kaum. Es bleiben nur zwei Verkehrsmittel: Das Schiff oder zu Fuß. Die öffentliche Schiffe (Wasserbusse oder Vaporetti) sind teuer und fahren nicht überall hin. Venedig ist zu Fuß machbar, aber doch relativ groß. Vom Hauptbahnhof zur Markuskirche geht man zum Beispiel etwa 45 Minuten einfach.

Venedig ist zwar flach, aber es gibt auf den vielen Treppen viele Brücken. Dies ist für alte oder gehbehinderte Menschen oder z.B. mit dem Kinderwagen nicht immer ganz einfach. Ansonsten kommt man zu Fuß gut voran. Bis auf die Brücken hoch und runter ist jeder Weg auf der Hauptinsel flach, Hügel oder Berge gibt es keine.

Auf der anderen Seite hat man für die Reise nach Venedig schon soviel Geld ausgegeben, dass man nicht wertvolle Urlaubstage mit langen Fußmärschen verschwenden möchte. Wenn man die Wasserbusse benutzt, sollte man keine teuren Einzelfahrscheine (mindestens 7,50 Euro einfache Strecke) kaufen, sondern ein 48-Stunden oder 72 Stunden Tickets wählen. Infos zu diesem Tickets haben wir auf dieser Seite zusammengestellt.

Orientierung und Stadtplan

Ein Problem als Fußgänger in Venedig ist die Orientierung. Es gibt wohl keinen Menschen, der sich beim ersten Mal in Venedig nicht verläuft. Das Problem sind die engen Gassen, die nicht immer im rechten Winkel gebaut wurden. Zudem gibt es wenige auf längere Strecken durchgehende Fußwege. Venedig ist für Touristen wie ein Irrgarten, nach 10 Minuten hat man sich mit Sicherheit verlaufen.

Ein Stadtplan hilft natürlich. Die Gassen von Venedig sind mit Straßennamen beschildert. Noch viel besser hat es der clevere Smartphone-User. Wer sich mit den modernen Handys auskennt, sollte sich vor der Venedig-Reise unbedingt auf Google-Maps Vendig als Offline-Karte downloaden. Wenn man dazu das GPS einschaltet, hat man mit der Karte auf dem Handy eine realistische Chance das gewünschte Ziel zu finden. Aber selbst damit ist es immer noch nicht ganz einfach. Wir haben uns neulich trotzdem hoffnungslos verlaufen. Oft steht man vor einem Kanal und es gibt keine Brücke oder ähnliches. Zudem hat das GPS in den engen Gassen mit den hohen Wänden Schwierigkeiten die genaue Position zu bestimmen. Nicht selten brauchen wir für eine Strecke von 300 Meter Luftlinie in Venedig 20 Minuten. Kaum vorstellbar wie schwierig das früher ohne Smartphone gewesen sein muss.

Entfernungen Venedig

Die meisten wichtigen Ausgangspunkte und Ziele wie der Hautpbahnhof Santa Lucia, die Rialto-Brücke oder der Markusplatz sind höchstens einen guten Kilometer voneinander entfernt (Luftlinie). Den schnellsten Weg in dem Gewirr der vielen Gassen findet man aber selten. Dennoch sollte man zu Fuß in Venedig selten für eine einzelne Strecke  mehr als 45 Minuten benötigen. Die 4-5 ganz wichtigen Sehenswürdigkeiten schafft man in einem Rundgang in etwa 3 Stunden reine Gehzeit. Hinzu kommen natürlich das Besichtigen der Sehenswürdigkeiten und Pausen. Nur Ziele im hinteren Bereich der Insel, von der Brücke nach Venedig aus gesehen, sind zu Fuß wirklich weit. Bis zur "La Biennale di Venezia" geht man zum Beispiel fast eine Stunde. In dieser entfernten Gegend sind aber ansonsten wenig ganz wichtige Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt.

Spartipp: Günstiger in die Kirchen von Venedig mit dem Chorus Pass

Viele Kirchen in Venedig kosten Eintritt. Jedoch gibt es ein Ticket für 15 Kirchen für nur 8 Euro. Mit dieser Eintrittskarten kann man die wichtigen, eintrittspflichtigen Kirchen von Venedig innerhalb von 30 Tagen besuchen. Besucht man mehr als zwei Kirchen hat man schon Geld gespart. Man kann den Chorus-Pass im Internet auf dieser deutschsprachigen Webseite kaufen.

Wegweiser in Venedig

Hilfreich für die vielen Fußgänger in Venedig sind die öffentlichen Wegweiser. Leider gibt es viel zu wenige von diesen Schildern (siehe Bild). Es gibt sie nur für die ganz wichtigen Punkte in der Stadt. Sie sind einsprachig auf italienisch.

Wissen sollte man, dass "Ferrovia" Eisenbahn heißt. Es ist also ein Wegweiser für Fußgänger zum Bahnhof (Venedig Santa Lucia). Einfacher zu verstehen sind die Schilder zum Markusplatz (S. Marco) oder zur zentralen Rialto-Brücke (Rialto). Wer zurück zum Busbahnhof, zur Tram (Straßenbahn) oder zu den Parkhäusern möchte, sollte den Schildern zum Piazzale Roma folgen. Fast genauso gut ist es in diesem Fall zum Bahnhof (Ferrovia) zu gehen. Der Piazzale Roma und der Bahnhof sind nur circa 100 Meter über eine neue Fußgängerbrücke voneinander entfernt.

Überqueren des Canale Grande als Fußgänger

Geht man zu Fuß durch Venedig sollte man wissen, dass es über den fast vier Kilometer langen Canal Grande (umgangssprachlich Canale Grande) nur vier Brüken gibt. Zwei sind beim Hauptbahnhof beinahe nebeneinander. Daneben gibt es nur die Rialto-Brücke und die Accademia-Brücke in der Stadt. Wenn man einen Fußweg durch Venedig plant, sollte man dies unbedingt berücksichtigen. Der Canale Grande schlängelt sich s-förmig durch Venedig. Wegen der wenigen Brücken muss man oft zu Fuß einen langen Umweg in Kauf nehmen. An manchen Stellen gibt es jedoch kleine Fähren (Gondeln) über den breiten Kanal. Aber auch die muss man erst einmal finden.

Auch kleinere Kanäle haben nicht überall Brücken. Insgesamt gibt es aber 400 Brücken für Fußgänger auf der Insel Venedig. Venedig zu Fuß ist sehr interessant. In jeder kleinen Gasse entdeckt man etwas besonderes. Unbedingt sollte man als Fußgänger auch mal einige Wege abseits der großen Touristenströme besuchen. Hier findet man noch das kleine, traditionelle Cafe, wo der Espresso nur einen Euro kostet.

 

Tagesticket für die Schiffe im Internet kaufen

Für viele Touristen, die kein italienisch können, ist es nicht einfach die Fahrkarten für die Wasserbusse (Vaporetti) in Venedig zu kaufen. Aber man kann die Fahrkarten auch in Ruhe im Internet im Voraus kaufen. Die Fahrkarten-Automaten in Venedig zu bedienen ist für viele Ausländer kompliziert. Findet man eine Vorverkaufsstelle, gibt es oft Sprachprobleme. Zudem sind die Schlangen an den Vorverkaufsstellen und Automaten oft sehr lang.

Auf dieser deutschsprachigen Webseite kann man die Tickets kaufen.

 

 

 

 

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